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100 Jahre Tradition und Genuss – 100 Jahre Winzerkeller Auggener Schäf




100 Jahre Tradition und Genuss – 100 Jahre Winzerkeller Auggener Schäf eG: „Nur gemeinsam sind wir stark“ – unter diesem Motto folgten vor einem Jahrhundert gut 200 Winzer dem Aufruf von Ludwig Muser und gründeten in der „Krone“ einen genossenschaftlichen Zusammenschluss. Und dieser Gedanke wird bei den 440 Winzern und Winzerfamilien aus Auggen, Feldberg, Vögisheim, Müllheim, Neuenburg und Laufen auch heute noch großgeschrieben.


„Auggener Wein erfreut nicht nur den Gaumen, er verbindet auch, ist eine Sprache für sich. Er hat uns Türen und Herzen in Baden, aber auch weit darüber hinaus geöffnet“, macht Jürgen Gugelmeier, der Vorstandsvorsitzender der Winzerkeller Auggener Schäf eG, deutlich.


Das Erstarren in Traditionen war nie die Sache der Winzerinnen, Winzer und Kellermeister. Vielmehr sei immer der Funke des Fortschritts und der Leistungswille zu sehen gewesen, die die Genossenschaft in die Zukunft geführt habe. So manche Hürde, stellt Gugelmeier fest, habe man überwinden müssen. „Doch dank der gemeinsamen Arbeit, dem stetigen Miteinander und der nötigen Kompromissbereitschaft haben wir unsere Ziele erreicht.“


In den Anfangsjahren lieferten die Winzer selbst gekelterten Most an, ehe 1928 nur noch Trauben den Weg in den angemieteten Kellerraum auf dem Anwesen von Fritz Muser fanden.


Baubeginn für die ersten eigenen Kellerräume in der Ortsmitte war im Jahr 1952. Damals betrug das Fassungsvermögen rund 80000 Liter. Dank der Erweiterungen im Jahr 1964 und nochmals sechs Jahre später wurde die Lagerkapazität auf gut zwei Millionen Liter erhöht.


Im Dorfkern war eine weitere Ausdehnung nicht mehr möglich. Und so entstand Ende der 1970er Jahre das neue Betriebsgebäude an der B3. 1982 erfolgte der Umzug, während vier Jahre später die erste Fusion mit der Winzergenossenschaft Neuenburg erfolgte.

Als Pionier des umweltschonenden Weinbaus galten in den 1990ern Auggens Winzer unter Martin Schmidt. Nachdem Andreas Philipp kurz nach der Jahrtausendwende den langjährigen Kellermeister Reingard Zöllin ablöste, rückte 2008 die Marke „Auggener Schäf“ in den Fokus.


Aus der Wintergenossenschaft Auggen war der Winzerkeller „Auggener Schäf“ geworden. Auch 2011 war ein besonderes Jahr. So kam mit Laura Kiefer erstmals die Markgräfler Weinprinzessin aus dem Winzerdorf. Nicht nur das, in diesem Jahr fusionierte der Winzerkeller Auggen mit der Winzergenossenschaft Laufen. 2017 dann wurde das Flaschenlager erweitert, um die Betriebsabläufe weiter zu verbessern. Diese zukunftweisende Weichenstellungen auf der einen, aber auch das Fachwissen und die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Beteiligten auf der anderen Seite haben einen entscheidenden Einfluss auf die positive Entwicklung genommen.


„Die Grundlage war und ist aber natürlich immer die Qualität der Trauben und die daraus resultierenden Weine“, erklärt Thomas Basler, der Geschäftsführer der Winzerkeller Auggener Schäf eG. Der Weinbau, weiß er, habe im Laufe der Jahre eine immer größere Bedeutung in Auggen bekommen, was auch daran lag, dass das Augenmerk verstärkt in die Bekanntheit der Lage und damit in die erfolgreiche Vermarktung gelegt wurde.


Der Wein aus Auggen sei ein Begriff und zu einer echten Marke geworden. Der Austausch mit Kollegen und der Blick über den Tellerrand hinaus seien genauso ein wichtiger Bestandteil des Erfolgsrezepts, wie die Schärfung des eigenständigen Profils. „Heute“, weiß Basler, „ist der Auggener Winzerkeller ein gesunder Betrieb mit einer Anbaufläche von mehr als 500 Hektar, der mit einer breiten Ausrichtung in der Vermarktung gut aufgestellt ist.“


Die Bandbreite sei groß. Sie reicht vom heimischen Gutedel über den Weiß- und Grauburgunder bis hin zum Rosé und Spätburgunder. Auch neue Sorten wie Sauvignon Blanc oder Chardonnay dürfen dabei nicht fehlen. Basler wagt im Jahr des 100-jährigen Bestehens auch einen Blick nach vorn: „Die Themen Natur und Nachhaltigkeit werden eine immer größere Rolle spielen. Dank einiger Konzepte und Ideen, die bereits schon umgesetzt wurden, sind wir dafür gut gerüstet“, sagt Basler. „Der Weg des Auggener Winzerkellers wird weitergehen.“


Doch zunächst einmal wird die bisherige, 100-jährige Erfolgsgeschichte gebührend gefeiert. Vom 27. bis zum 29. Mai richtet sich der Fokus rund um den offenen Winzerkeller herum auf den edlen Tropfen. Daneben wird es auch einen Festakt in der Sonnberghalle geben. Der 100. Geburtstag der Winzergenossenschaft gehört in diesem Jahr selbstredend zu den Höhepunkten im Winzerdorf. Und so wird nicht nur im Mai auf das Jubiläum angestoßen, sondern auch während der Landesgartenschau in Neuenburg und beim traditionsreichen Winzerfest, das im September über die Bühne gehen soll.


Ein feierlicher Festakt ist am Freitag, 27. Mai, für die Winzer und Winzerinnen und einigen geladene Gäste vorgesehen, während am Samstag und Sonntag rund um die Winzerhalle ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt wird. Neben einem Tag der offenen Türe inklusive Kellerführungen, Weinproben zu verschiedenen Themenschwerpunkten und mit Junge Winzer-Weinen, werden bei einer Ausstellung Bilder aus den vergangenen 100 Jahren gezeigt und die verschiedenste Gerätschaften der Winzer der Öffentlichkeit präsentiert.

Kinderattraktionen, ein Gottesdienst am Sonntagmorgen sowie das Frühschoppenkonzert mit einem Musikverein aus der Region runden die Feierlichkeiten ab, bei denen das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen wird.



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100 Jahre Winzerkeller Auggener Schäf ausführlich
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